Ich fühle LIEBE

Ja ich fühle reine Liebe und Dankbarkeit. Ich bin dankbar

für unseren Engel Emil der nun in meinen Armen liegt. Für

uns ein großer Segen und keine Selbstverständlichkeit.

Unsere unendliche Geduld wurde nun mehr als belohnt.




Folgende Erfahrung zeigt, wie nahe die Höhen und Tiefen hier auf Erden beisammen

liegen und wie schwer es manchmal fällt, in der goldenen Mitte zu bleiben.

Die Tränen kullerten als meine ehemalige Frauenärztin nach einigen Jahren

Kinderwunsch meinte, wir könnten ja etwas nachhelfen. Ich sollte mich mal informieren,

heutzutage lassen sich auch viele junge Paare helfen, und reichte mir Broschüren.

Obwohl dieser Weg für viele eine große Hilfe ist, sträubte sich in mir jede Zelle.

Es muss einen anderen Weg geben. Und diesen Weg sind wir gegangen.

Es war ein Weg voll Höhen und Tiefen, voll Hoffnung und Enttäuschung, eine harte

geistige Schulung, ein tiefer Lernprozess voll ehrlichem „hinschauen“ und erkennen der

eigenen Schatten, ein wieder lernen, die Liebe und Fülle anzunehmen, die man ist.

Auch wenn wir nach weiteren Jahren noch immer zu zweit waren, ließ uns die geistige

Schulung, als Paar wachsen und unsere Beziehung wurde tiefer, ehrlicher, einfacher und

bedingungsloser.

2018 hielt ich dann zum ersten Mal einen positiven Schwangerschaftstest in den

Händen, und konnte das Glück kaum fassen. Ich schwebte und es war eine unglaublich

schöne Erfahrung diesen kleinen Engel in mir zu tragen. Die kleine Seele wollte uns jedoch

nur kurz besuchen. (Bis zur 12. SSW) Nach der Trauer und durch die Hilfe von inzwischen

guten und wertvollen Freunden aus Irschen, die nach der Philosophie von „Ein Kurs in

Wundern“ leben, konnten wir gut los lassen und wünschten der kleinen Seele alles Gute und

Gottes Segen auf ihrer Reise.


Wir blieben geduldig und machten das Beste aus unserer gemeinsamen Zeit als Paar.

Wir genossen eine schöne Reise mit wertvollen Erfahrungen und versuchten das zu schätzen was das Leben uns alles bietet anstatt uns ständig das vor Augen zu halten was wir nicht hatten.


2019 durfte ich eine unglaublich intensive und wertvolle Erfahrung mit „Laeela“ beim

Jungle-Chant-Retreat im Jungel von Mexiko erleben. Es war die erste Reise die ich in den 15

Jahren Beziehung alleine und ohne jemanden zu kennen antrat. Ich sprang über meinen

eigenen Schatten und wurde reich belohnt. Mein Herz wurde ganz weit, ich fühlte mich

vollkommen und verbunden mit allem was ist.


Ein paar Monate später, hielt ich den 2. positiven Schwangerschaftstest in den Händen

und wir waren glücklich, dass „es“ einfach so wieder geklappt hat! Diesmal allerdings waren

wir ein wenig verhalten und warteten 12 Wochen bis wir die frohe Botschaft verkündeten.

Der Bauch wuchs, die Untersuchungen verliefen gut und wir wogen uns immer mehr in

Sicherheit, dass dieser Engel auch wirklich zur Welt kommen mag. Ich machte mir also

Gedanken über die Geburt und der Wunsch nach einer Hausgeburt mit bester Betreuung ließ uns auf Hebamme Zala stoßen. Wir machten uns einen Termin zum Kennenlernen aus.

Doch das Treffen war hinfällig, als sich auch dieses Baby aus dem irdischen Leben in

der 20. SSW verabschiedete. Unzählige Tränen kullerten und es riss mir zunächst den Boden

unter den Füßen weg. Zum Glück bekamen wir auch dieses mal Hilfe von unseren Freunden

aus Irschen und so war ich geistig für die bevorstehende Geburt gestärkt. Und mit den ganzen Tipps von unserem ‚Zala-Engel’ auch körperlich gut aufgestellt. Ich war gefasst und stellte mich auf das schlimmste ein. Ich nahm alles ohne Widerstand so hin wie es war und obwohl das Herz unseres Babys nicht mehr schlug, verspürte ich eine unglaubliche Liebe die weit über den Körper hinaus ging. Die Geburt von Josef war trotz der ganzen Tragik ein sehr Friedvolles Erlebnis. Ich lernte, dass es möglich ist, selbst im größten Schmerz, einen Frieden zu fühlen der nicht von dieser Welt ist. Die Zeit danach war geprägt von Höhen und Tiefen, wieder geistige Arbeit, Aussteigen aus der „Opferrolle“. Es war ein tiefer Prozess der

Verarbeitung und des Loslassens, geprägt von einer unglaublichen Liebe und Verbundenheit

zu unserem Erstgeborenen Sohn. Ich fühlte völlige Hingebung und Akzeptanz zu allem was

ist. Ich fühlte mich echter, stärker und SELBSTbewusster den je.


24. Dez. 2019- der dritte positive Schwangerschaftstest.

Eine unglaubliche Freude und Dankbarkeit erfüllte unsere Herzen.

Voll Freude dass in mir wieder 2 Herzen schlagen, wollte ich einige Tage danach, zu

Silvester nach Deutschland fahren und freute mich auf die beflügelnde Live Musik von

Katrin und David (Laeela). Doch das Leben hatte wieder andere Pläne. Am Tag der Abreise

hatte ich plötzlich Blutungen. 1000 Gedanken schossen durch meinen Kopf und wieder

kullerten die Tränen. Wieder übte ich mich im Loslassen und bat den Himmel um Führung,

komme was wolle. Nun befand ich mich wieder in dem Krankenhaus in dem ich knapp 3

Monate zuvor Josef zur Welt gebracht hatte und wartete auf die Untersuchung. Neben mir

unterhielten sich 2 Frauen mit ihren schönen großen Babybäuchen, die eine klagte dass sie

jetzt das dritte Mädl bekommt und eher auf einen Jungen gehofft hatte... Nun wurde ich

aufgerufen. Bei der Untersuchung wollte ich zunächst nicht auf den Ultraschall-Monitor

schauen, doch dann sagte die junge Ärztin. „Das Herzchen schlägt“!

Aus diesem Herzschlag wurde am 29. August 2020 unser Sohn Emil Friedrich geboren.

Wir sind dankbar, dass wir unseren Sohn Emil in unsere Arme schließen und Josef in

unseren Herzen tragen dürfen.

Danke an alle die uns immer wieder ins Vertrauen geführt haben und ein großes Danke

für die großartige Betreuung von Zala und Michaela vor und nach der Geburt! Denn auch

mit Wunschkind gibt es Höhen und Tiefen, vor allem im Wochenbett ;-) und ich habe die

Erfahrung gemacht, dass es sich mit, weniger Ego und mehr himmlischer Führung viel

leichter lebt. Die Tiefen sind nicht mehr ganz so tief und ich finde schneller wieder in die

goldene Mitte wo das Licht der Liebe strahlen kann, unabhängig was in der Welt passiert

oder nicht passiert.



Verena & Severin

mit Sternchen, Josef und Emil

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